6. September 2009
Link zum Artikel Bundestagswahl 2009 - Gedanken zur Wahl Posten
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Blo� keine Politik in Blogs! Vern�nftige gesellschaftlich-politische Ansichten sucht man im Internet vergeblich! Wenn Sie politische Meinungen von Privatpersonen nicht interessieren, klicken Sie jetzt weiter zum Zeitverschwendungsportal Ihrer Wahl - youtube.com, facebook.com, twitter.com, you name it!
Zum Thema: Mein lieber Freund und Nachbar Olaf brachte es auf den Punkt, was mit der Bundestagswahl 2009 in Deutschland nicht stimmt: Die Mehrheit der �ffentlich diskutierten Wahlkampfthemen und Brennpunkte dreht sich um die extremen Pole in der Gesellschaft.
Auf der einen Seite sind die Super-Reichen, Banken und Konzerne, die nicht in der Lage sind Ihren unermesslichen Reichtum zu bewahren und reflexartig beim Staat um Hilfe betteln, wenn sie eigenverschuldet die Kontrolle verlieren.
Auf der anderen Seite die Arbeitslosen, Hartz IV-Empf�nger und sogenannten sozial schwachen. Sie erhalten zwar zwar j�hrlich nur einen Bruchteil desssen, was durch unf�hige und kriminelle Investment Banker in den vergangenen Monaten verbrannt wurde, aber um dieses Geld wird dennoch aus den Grabenpositionen aller Parteien erbittert debattiert, nur um ihre Abgrenzung zum politischen Gegner deutlich zu machen. Geholfen wird den eigentlich Betroffenen damit nat�rlich nicht.
Wer im Politzirkus gef�hlt auf der Strecke bleibt, ist - stark pauschalisiert ausgedr�ckt - der ganz normale B�rger in der Mitte der Gesellschaft. F�r ihn hat der politische Diskurs in den Zeiten der Bundestagswahl kein Ohr und keine Themen.
Wenn die politischen Parteien sich im Wahlkampf mit der Gesellschaft in ihrer ganzen Breite auseinandersetzen w�rden, k�me eines heraus: Die gro�en Projekte in Deutschland - Bildungsreform, Abschaffung des Beamtentums, F�rderalismusreform und Rentenreform - wurden in den vergangenen 20 Jahren von keiner der politischen Parteien in keiner Regierungszusammensetzung ernsthaft angegangen. Warum sollte man ausgerechnet jetzt glauben, dass es nach dieser Wahl alles anders wird?
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15. Mai 2009
Link zum Artikel Alles �ber ROI und die Wirtschaftskrise Posten
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Alle reden von der Finanzkrise und der Krise in der Wirtschaft. Wie wirkt sich das auf die Werbung und das Marketing aus? Gary Vaynerchuck hat eine deutliche Message dazu, die aus drei Buchstaben besteht: ROI. Die einzige Form von Werbung und Vertriebsf�rderung, die bis zum Verbraucher nachverfolgt werden kann und auf eine positive Rendite (=ROI) hin optimiert werden kann, ist Werbung im Internet. Schaut's Euch mal an - cooler Typ, ein bisschen zu viel Kaffee getrunken vielleicht
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22. November 2008
Link zum Artikel Volks-W�rter sind wieder in! Posten
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Volk ist ein deutsches Wort. Eigentlich hei�t es altgermanisch "viele" und bezeichnet eine Gruppe von Menschen, die sich aus bestimmten Gr�nden als Einheit versteht.
Das Wort Volk hat mehrere Bedeutungswandel gerade in der j�ngeren deutschen Geschichte erfahren. Im Dritten Reich wurde mit dem Begriff das deutsche Volk mythisiert und ideologisch �ber andere V�lker gestellt. Sp�ter, in Nachkriegsdeutschland, lebte der Begriff auf beiden Seiten der Mauer weiter. Der Osten baute auf Volkseigentum, w�hrend der Westen lieber Volkswagen baute. Die Wende und Wiedervereinigung wurden unter den Slogans "Wir sind das Volk" und wenig sp�ter "Wir sind ein Volk" vorbereitet und durchgef�hrt.
Was liegt also n�her, als dieses deutsche Universalwort kommerziell zu vermarkten. Heute spiegeln die "Volks"-Produkte der BILD-Zeitung die pragmatische Verwendung des Wortes im 21. Jahrhundert wider. Egal ob Volks-DSL, Volks-Strom oder Volks-Winterreifen, die von BILD und namhaften Firmen vermarkteten Produkte stehen f�r einfache Handhabung und Erschwinglichkeit f�r die gro�e Masse der Bev�lkerung. Ein bisschen weniger Ideologie bei den Volks-W�rtern kann den Deutschen auf keinen Fall schaden!
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4. November 2008
Link zum Artikel Weihnachtsgeschenke pers�nlich gestalten auf egoo Posten
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Wer einzigartige Weihnachtsgeschenke, Geburtstagsgeschenke oder Spa�geschenke sucht, wird beim neuen Portal egoo.de f�ndig. Die Redaktion tr�gt aus dem ganzen Internet Online-Shops zusammen, in denen man sich die Produkte selbst zusammenstellen oder selber gestalten kann. Von cool bis was-ist-das-denn ist alles dabei.
Meine Lieblingsbeispiele f�r selbst gestaltete Geschenke:
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20. August 2008
Link zum Artikel Der kreative Selbstmord der Musikindustrie Posten
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Mit der Kriminalisierung der Kreativit�t durch GEMA und IFPI (Vertreter des Urheberrechts und Lobby der Major Labels) bedroht die Musikindustrie ihre eigene Zukunft. Die juristische Beschneidung der Kreativit�t durch die Vertreter der Musikindustrie und ihre pseudo-staatlichen Interessenvertreter widerspricht einem Hauptmerkmal der modernen Popul�rkultur, n�mlich der Aneignung der Musik durch Neukombination, Sampling, Mixing oder Remixing. Produzenten und Konsumenten von Musik, Kunst und Mode k�nnen im Zeitalter von MP3 und Youtube nicht mehr voneinander getrennt werden.
Die Kulturindustrie profitiert in h�chstem Ma�e von diesen kreativen Praktiken, denn aus der Szene und von der Stra�e kommen heute die Ideen und Impulse, die morgen erfolgreich vermarktet werden. Aus dem Kinderzimmer oder der Garage auf die Konzertb�hnen der Welt, das ist keine Au�enseitergeschichte mehr. Die kreativen Einfl�sse aus der Gruppe der Konsumenten verleihen der Musik die notwendige Authentizit�t, um von der Zielgruppe akzeptiert werden. Die Jugendlichen kennen ihre Symbole und Erkennunsmerkmale instinktiv und strafen unechte Kopien durch Ignorieren ab.
Es spricht von gro�er Arroganz oder noch gr��erer Dummheit, wenn die Industrie ignoriert, dass die Konsumenten, egal ob sie kaufen oder nicht, auch f�r die st�ndige Erneuerung von Musik und Stil in der Jugendkultur verantwortlich sind.
Das krasseste Beispiel ist wohl die Kriminalisierung sogenannter Raubkopierer und eine Vermischung von organisierter Kriminalit�t mit dem Recht auf Privatkopie. Als braver K�ufer von DVDs und auch im Kino muss ich jedes Mal diese unertr�gliche Werbung �ber mich ergehen lassen, in der gezeigt wird, dass Raubkopierer im Gef�ngnis landen. In letzter Konsequenz stellt also die Unterhaltungsindustrie alle Konsumenten, von denen sie leben, unter einen Generalverdacht der Kriminalit�t! Fuck you, kann ich dazu nur noch sagen.
Auch das Vorgehen der IFPI (der Weltverband der Phonoindustrie) gegen DJs und ihre DJ-Mixe f�r Promotionzwecke ist ein Schnitt ins eigene Fleisch, der nur mit fehlendem Realit�tsbezug erkl�rt werden kann. DJs sind die besten Multiplikatoren f�r die Masse, und eine gro�e Anzahl kommerzieller Erfolge wurde durch DJs in Clubs erst bekannt macht. Anstatt f�r DJ-Mixe und deren Verbreitung klare Vorgaben zu setzen (zum Beispiel Nennung der Quellen mit Bezugsm�glichkeit, Reduzierung der Qualit�t unter die Originalqualit�t), wird die Verbreitung von DJ-Mixen pauschal als illegal deklariert und DJs werden verfolgt und abgemahnt, wie unl�ngst von der IFPI Schweiz berichtet wurde.
Dieser Artikel bezieht sich auf den GEMA Protest in Berlin Artikel.
Labels: DJ, Zeitgeschehen
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Link zum Artikel GEMA Protest in Berlin f�hrt GEMA Lizenzpflicht f�r Zitate ad absurdum Posten
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Das wird lustig! Am 12. September bekommt die GEMA in Berlin eine Menge Arbeit auf den Tisch.
Der K�nstler Johannes Kreidler komponierte ein 33 Sekunden langes St�ck Musik, das aus �ber 70.000 (sic!) kleinen Musikschnipseln anderer Werke besteht. Laut GEMA-Bestimmungen muss er f�r jedes einzelne der verwendeten Schnipselchen einen Einzelnachweis f�r Zitate schriftlich bei der GEMA einreichen. Dazu will er vor der GEMA Zentrale in der Bayreuther Stra�e 37 in Berlin mit einem Lastwagen vorfahren. Zuschauer sind ausdr�cklich erw�nscht, denn nat�rlich ist das eine Protestaktion gegen die Beschneidung k�nstlerischer Freiheit im Zeitalter beliebiger digitaler Vervielf�ltigung und Verfremdung.
Der K�nstler geht davon aus, dass jede kreative Arbeit fremdes Material benutze und verarbeite. Das Urheberrecht hingegen sieht in jeglicher identifizierbarer Verwendung von selbst kleinen Versatzst�cken aus anderen k�nstlerischen Werken einen potentiellen Versto� gegen das selbige. Kreidler spricht sich genau hiergegen aus, n�mlich �sthetische Fragen und juristische Fragen (hinter denen letztendlich rein kommerzielle Beweggr�nde stehen) deckungsgleich zu behandeln. Damit, so Kreidler, werde Kreativit�t illegal gemacht, sobald sie ver�ffentlicht w�rde.
Die Aktion von Johannes Kreidler ist auch eine Antwort auf die Jammerei der Musikindustrie nach "Schutz des geistigen Eigentums" (eigentlich Schutz ihres Geldes), nur weil die gro�en Unterhaltungskonzerne 10 Jahre die Digitalisierung der Unterhaltungsmedien verschlafen haben. Konzepte f�r digitales Konsumverhalten wurde erst entwickelt, als nicht-kommerzieller Konsum von Musik und Videos schon g�ngige Praxis geworden war.
Danke Heiko f�r's Finden! Ist genau mein Thema!
Labels: DJ, Zeitgeschehen
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25. April 2008
Link zum Artikel So peinlich ist Berlin - die Flughafen Tempelhof Debatte Posten
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Dass Berlin gerne mal peinlich r�berkommt, ist bekannt. Und dass in Berlin Machtk�mpfe zwischen Politik und Wirtschaft gerne auf dem R�cken der Berliner ausgetragen werden, wei� schon jeder Gassenhauer pfeifende Hosenschei�er.
Wenn beide Ph�nomene zusammenkommen, erlebt man so etwas unglaubliches wie den Volksentscheid �ber den Flughafen Berlin Tempelhof, der im viel zu kalten Fr�hjahr 2008 das Berliner Stadtgespr�ch bestimmt.
Zur Vorgeschichte nur ganz kurz: Der rot-rote Berliner Senat hatte die Schlie�ung des Flughafens in Berlin-Tempelhof beschlossen, aber die Opposition aus Union, FDP und verschiedenen Interessenvereinigungen (auch Lobbys genannt) war dagegen. Um die Entscheidung des Senats umzukehren, wurde ein Volksentscheid ins Leben gerufen. Dieser Tatbestand ist an sich schon bemerkenswert, denn CDU und FDP sind von jeher Gegner und Verhinderer basisdemokratischer Einfl�sse in der Politik.
Beide Seiten - Flughafengegner und Flughafenbef�rworter - liefern sich seitdem eine �ffentliche Debatte, die an Peinlichkeit nicht mehr zu �berbieten ist. Selbst wenn man nicht die verantwortlungslos parteiische lokale Journaille aus BILD Berlin und Bingo-Zeitung verfolgt, wird man fortw�hrend von Plakaten und Anschl�gen im Stadtbild bel�stigt, die immer absurder werdende haneb�chene Argumente pro und kontra auftischen.
Die Tempelhof Lobby vergewaltigt f�r den Flughafenentscheid kurzerhand einen Grundsatz der Demokratie, wenn sie Artikel 20 aus dem Grundgesetz zitieren: "Alle Macht geht vom Volke aus" titeln die Plakte auf deutsch und t�rkisch in verschiedenen Stadtbezirken Berlins. Mit der Sache hat das nichts mehr zu tun, allein der Volkeswille gegen den Regierenden und seine Koalition soll hier aktiviert werden.
Tempelhof Gegner aus dem Lager von SPD und Die Linke r�steten zum demagogischen Gegenschlag und verschandeln derzeit das Stadtbild mit Bauarbeitern, allein erziehenden M�ttern und Omis, die mit Berliner Schnauze gegen den vermeintlichen Bonzenflughafen Tempelhof wettern: "Ick fliege uff Berlin, aber nicht von Tempelhof" und "Ick zahl doch nicht f�r'n VIP-Flughafen", titeln m�rrische Gesichter und verursachen statt Betroffenheit einfach nur Befremden bei jedem Berliner mit einem Mindestma� an kritischem Einsch�tzungsma�nahmen (ein paar hundert kommen da schon zusammen, denke ich). Dass Tempelhof ein Flughafen f�r Gesch�ftsreisende, wenig frequentierte Strecken und kleine Flugzeuge ist, hat einfach nichts mit dem sozialen Gegensatz von reich und arm zu tun.
Berliner, geht NICHT abstimmen im Volksentscheid um die Zukunft des Flughafens Berlin-Tempelhof. Wer die Berliner derartig f�r dumm verkauft, hat keine Stimme verdient, liebe Politiker und Lobbyisten. Lasst uns lieber in den Park gehen und die Sonne genie�en, denn der Fr�hling wird doch noch sch�n!
Labels: Berlin, Zeitgeschehen
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23. April 2008
Link zum Artikel Die Uhren drehen sich r�ckw�rts Posten
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Ist technischer Fortschritt unaufhaltbar? Geht die Entwicklung von elektronischen Produkten f�r den Alltag immer nur vorw�rts? Werden die Ger�te st�ndig komplizierter und f�r �ltere Generation (und das sind heute schon die Mittdrei�iger) nicht mehr bedienbar?
W�hrend alle drei Fragen in der Unterhaltungselektronik und Telekommunikation ganz klar mit ja beantwortet werden k�nnen, widersetzt sich ein technisches Kulturgut erfolgreich dem Fortschritt - die Uhr.
Schon in den 70ern spottete Douglas Adams in "Per Anhalter durch die Galaxis" �ber die Menschheit, dass sie als einzige galaktische Rasse Digitaluhren f�r eine tolle Erfindung halten w�rde. Digitaluhren wurden in den 70er und 80er Jahren zu einer ungeahnten Vielfalt getrieben. Die Casios zeigten nicht nur die Uhrzeit, sondern waren auch noch Taschenrechner, Telefonspeicher, Stoppuhr, Timer und Wecker in einem. Meine Digitaluhr war sogar der perfekte Spicker f�r Klassenarbeiten, denn man konnte einen Lauftext eingeben, der nur auf Tastendruck sichtbar wurde. Kein Lehrer der Welt verband damals das technische Verst�ndnis und detektivische Gesp�r, um einen solchen Spicker zu finden.
Zur�ck zum Thema - wer hat denn heute noch eine Digitaluhr? Sp�testens seit Anfang der 90er Jahre sind die fern�stlichen Wunderwerke im Kleinformat fast komplett aus dem Alltag verschwunden. Heute verbindet man damit allenfalls ganz harte Computer Geeks, aber selbst f�r die ist es nur ein Ausdruck von Nostalgie und R�ckerinnerung an eine Zeit, als nicht Polygone, sondern Sprites die Computerspiele bev�lkerten.
Interessanterweise passierte das Aussterben der Digitaluhren ein paar Jahre vor der D�mmerung der Handys als multifunktionale Wunderwerke, die f�r viele Kids und Jugendliche nat�rlich auch die Uhr am Handgelenk ersetzen. Digitaluhren waren also tats�chlich eine Modeerscheinung (Mode im schlimmsten Sinne gebraucht), die trotz technischer Neuerungen und Innovationen zu ihrer Zeit nur einen relativ kurzen Lebenszyklus genoss und sich auch nicht zu etwas anderem weiterentwickelte.
Uhren am Handgelenk sind heute wie eh und jeh Gerbauchsgegenstand und Luxusgut, extravagenates Designobjekt, Ausdruck von Geschmack oder Geschmacklosigkeit des Tr�gers, und - sie haben Zeiger und Zahnr�der, so wie schon seit Hunderten von Jahren.
Labels: Medien und Technik, Zeitgeschehen
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11. M�rz 2008
Link zum Artikel Technoviking - ein Youtube Mythos Posten
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Technoviking, das ist ein Video, das auf Youtube seit 2006 mehr als 2,6 Millionen Mal aufgerufen wurde und mehr als 6.100 Kommentare aus allen L�ndern der Erde erhalten hat.
Das Technoviking Video zeigt die Fuckparade in Berlin (Gegenveranstaltung zur Loveparade) auf dem Weg zum Rosenthaler Platz. Ein besoffener Typ rempelt eine tanzende Frau an und wird daf�r von einem muskelbepackten Typen mit Vikingerbart - dem Technoviking - gecheckt. Dann tanzt Technoviking hinter dem Wagen her zu lauter Technomusik und interagiert mit verschiedenen vorbeigehenden Typen. So erh�lt er eine umgedrehte Flasche Wasser und einen Partyflyer, den er aufmerksam liest.
Das Technoviking Video hat den Untertitel "real or setup", also echt oder gestellt. Den Fans ist das jedoch egal, sie lieben Technoviking wie sonst nur Chuck Norris (einen weitere Internet Legende). In den Kommentaren zum Clip wird jedes Details und jede Bewegung von Technoviking als Zeichen gedeutet und in neue Kontexte eingebettet. Mein Lieblingskommentar ist:
Whenever the Techno Viking visits America, he is followed by Chuck Norris, who fetches inverted bottles of water for him.Technoviking Fans sind so gro�artig wie Technoviking selbst. Mit Humor und Einfallsreichtum machen sie aus 4:00 Minuten ruckeligem Internetvideo ein Universum der Pop- und Fankultur. Zahlreiche neue Versionen lassen Technoviking zu Polka und Euro-Dance tanzen, erfinden Untertitel und kombinieren in mehr als 30 Technoviking Video Responses Elemente aus dem Film 300, teutonischen Klischees und purem Nonsense.
Labels: Internet Legenden, Zeitgeschehen
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Link zum Artikel Youtube - ein Januskopf der Internetwelt Posten
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Youtube - darin spiegelt sich die ganze Sinnlosigkeit des Internets. Youtube ist ein digitaler Schrottplatz, auf dem die Scavenger der sch�nen neuen Welt Medien ohne Information konsumieren, und jugendliche Lebenszeit in Gr��enordnungen vom virtuellen �ther aufgesogen wird.
Aber Youtube ist auch ein neuer Nexus der Postmoderne. Die Bricolage, das Nehmen und Verkn�pfen von kurzen Video-Clips, wird auf Youtube zu einem endlosen Livestrom der Popkultur, den jeder User in jeder Session f�r sich selbst entdeckt, neu zusammenstellt und mit anderen teilt. Nie war die Grenze zwischen Konsument und Produzent so flie�end, nie war die B�hne dem Publikum n�her als auf Youtube.
Youtube ist ein Januskopf des Internets, zwei Gesichter, die in unterschiedliche Richtungen schauen. Der aufgekl�rte und kritische Internetuser hat gl�cklicherweise die freie Wahl, welchem der Gesichter er entgegentritt.
Youtube hat Internet Legenden hervorgebracht, eigene Geschichten und Ph�nomene, Hypes und Stars kamen und gingen, aber davon mehr im n�chsten Blog!
Labels: Internet Legenden, Zeitgeschehen
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2. M�rz 2008
Link zum Artikel Max Headroom DVD Box - most wanted Posten
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Die 80er und fr�hen 90er Jahre waren unbestritten die �ra einiger kultiger Fernsehserien. Bei all dem Mainstream, der in dieser Zeit die Wohnzimmer verseuchte, gab es Perlen wie Twin Peaks, Das Model und der Schn�ffler und Max Headroom. W�hrend die beiden erstgenannten l�ngst in aufgearbeiteter Qualit�t und mit vielen Extras als DVD-Boxen im Handel erh�ltlich sind, wartet die gro�artigste Serie dieser Zeit immer noch auf eine Ver�ffentlichung auf DVD.
Max Headroom war eine zynische und d�stere Mediensatire, die in er nahen Zukunft spielte. Ein �berm�chtiger Konzern beherrscht die Gesellschaft. Die Medien sind zensiert und senden nur primitive Unterhaltung. Das Fernsehen ist haupts�chlich zur Verdummung der Massen da, und um die Bev�lkerung mit psycho-manipulativer Werbung zu sinnlosem Konsum anzuregen. Ja, es handelt sich wirklich um eine Science-Fiction Serie, aber wie es im Slogan hei�t, spielt sie nur "20 Minuten in der Zukunft".
Max Headroom ist die Kultfigur der Serie, das stotternde Alter Ego eines Journalisten im Computer, eine k�nstliche Intelligenz mit sarkastischem Humor, ein Hofnarr, der immer die Wahrheit sagt, wenn es sonst keiner tut. Max Headroom entstand zuerst f�r Werbespots von Coca-Cola, war dann der erste k�nstliche Moderator bei MTV, bevor er mit der US Fernsehserie endg�ltig in den Popkultur-Olymp aufstieg.
Die Serie ist Max Headrrom ist gleichzeitig Cyberspace und Satire, die leider viel zu oft an die Wirklichkeit der heutigen Medienlandschaft erinnert. Woran liegt es, dass Max Headroom nie wiederholt wird? Waren wegen dieser Kritik der Medienkonzerne nur die ersten sechs der insgesamt vierzehn Episoden je auf VHS erh�ltlich? Ist das auch der Grund, dass die Fernsehstudios Max Headroom heute nicht auf DVD ver�ffentlichen wollen? Die Film- und Fernsehindustrie, die sonst Politik und Macht in jeder Form thematisiert, wenn sich nur Geld damit verdienen l�sst, zuckt empfindlich zusammen, wenn die eigenen brutalen Mechanismen auf intelligente Art und Weise blo�gestellt werden.
Irgendwann wird die Macht der Fans von Max Headroom das kommerzielle Kalk�l beeinflussen und eine DVD-Box wird auf den Markt kommen, mit Bild und Ton remastered, 2 DVDs mit Zusatzmaterial, Interviews mit den Hauptdarstellern, gel�schten Szenen und allen Max Headroom Footage von MTV, Talkshows usw. Bis dahin geht der Aufruf an alle Max Headroom Fans, zu bloggen und sich gegenseitig zu verlinken! An dieser Stelle sei die Max Headroom Chronicles Seite empfohlen, mit Episode Guide, Cast und vielen Hintergrundinfos
Labels: Medien und Technik, TV, Zeitgeschehen
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20. Februar 2008
Link zum Artikel Don't mean to be rude, but ... FUCK Posten
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Ok, time for some edutainment. Everything you ever wanted to know about the word FUCK and its multiple meanings - check out this funny Flash film! Oh - and don't be offended, most of the meanings of the word FUCK do not have a sexual connotation. Enjoy!
FUCK film (now spider this, you damn search engines)
Labels: Internet Legenden, Zeitgeschehen
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8. Februar 2008
Link zum Artikel About the impossibility of having a Pizza at Riga Airport Posten
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Imagine you're at Riga's airport RIX and you're hungry. You have two hours to go before lift-off (a welcome respite from three days of non-stop partying at the zanox company event Aspen 2008 in Riga). Of course you would try to find a nice place to sit down and eat something. This is where the story unfolds ...
Going through security straight after checking in was the first bad idea. It was already too late when I realised that they were far more eating facilities outside in the public zone than in the passenger zone. Once inside, I was mildly shocked to find that they are only two little caf�s with virtually no food apart from cheese toast and cookies that you had to dip in your coffee because otherwise they would crumble to dust between your fingers.
While walking around crestfallen I noticed a declining ramp with two big sign-posts for "Lulu Pizza" fast food restaurant. The first remarkable thing was that "fast food" still seems to be a quality in Latvia that's worth pointing out on an advertisement. The second thing of course was the fact that they had Pizza, probably even hot and greasy.
Alright, down I went to check out this Pizza restaurant at Riga airport. Having descended to the platform below, I stood before a check-in gate and had a dry Latvian beauty with dark hair and a military uniform stare at me from behind a customs counter. I looked around uneasily, but there was nothing else down here.
I went back upstairs to my colleagues to report that there was nothing to report. We asked around in the nearby perfume stores, but the counter-women either did not speak English (which is remarkable for an international airport) or were reluctant to share any knowledge about the mistery Pizza restaurant with us (which is remarkable for someone who supposedly works in the service industry). The waitress at one of the cafes was really nice and explained to us in very good English that she actually had been to the Pizza restaurant just a couple of days ago and that she had no explanation why we couldn't find it.
Having watched a plenitude of X-files episodes, I went back to the ramp to check out the scene of action again. This time I asked the customs woman - vey politely of course - if she had any idea about the whereabouts of the Pizza restaurant down here. She looked at me and pointed with her finger behind her, through the sealed doors of the gate area.
No mistery involved - it turned out that the restaurant was behind the gate and that only people who fly to Moscow at that very gate have the chance to visit the Pizza restaurant at Riga airport. No more questions - we sat down in one of the cafes, had a cheese toast that consisted of exactly these two indgredients - cheese and toast - knowing that the next pizza for us was 1,000 kilometres away, in Berlin.
Labels: Aspen 2008, Reisen, Zeitgeschehen
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15. Januar 2008
Link zum Artikel Ver�ffentlicht mal einer nen DUDEN f�r die XBOX 360? Posten
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Als frisch gebackener XBOX 360 Spieler muss man nat�rlich im Internet nach Tipps und Tricks, Screenshots, Trailern, Reviews und Tests f�r XBOX 360 Spiele suchen. Dabei st��t man ganz unfreiwillig �ber die Kommentare von anderen XBOX 360 Spielern und fragt sich unwillk�rlich, ob zwischen Konsolenspielen und Legasthenie ein kausaler Zusammenhang besteht.
Die deutsche Sprache, im Internet ohnehin schon arg strapaziert, anglikanisiert und abgek�rzt, erf�hrt hier eine ihrer schlimmsten Niederlagen. Nat�rlich ist das Internet kein Literaturzirkel, aber ein Mindestma� an Rechtschreibung und Stil hilft schlicht und einfach der Lesbarkeit und allgemeinen Verst�ndlichkeit, meine lieben XBOX Gef�hrten.
Ok, zwei Beispiele f�r den Stil in einem XBOX 360 Forum: "finde bilder und test echt nich gut gegner ehhr langweilig und story erinnert mich an nee fraun schnulse", oder: "Wenn das so beklemment und Spannend wird wie Spiel xzy dann hat ess 10 Punkte Verdient".
Also, f�r mich ist der Fall klar - Der DUDEN - das offizielle Nachschlagewerk zur deutschen Rechtschreibung, bald auf Ihrer XBOX 360!
Labels: Xbox 360, Zeitgeschehen
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8. Januar 2008
Link zum Artikel Jugendkriminalit�t in Deutschland - peinliche Debatte ohne Ursachenforschung Posten
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Die Debatte um kriminelle Jugendliche, besonders ausl�ndischer Herkunft, bringt dieser Tage eine der schlechtesten Seiten Deutschlands an Tageslicht: Die Unf�higkeit, das vermeintlich Fremde in unserer Gesellschaft zu akzeptieren und zu integrieren.
Hohe Jugendkriminalit�t unter in Deutschland lebenden Menschen ausl�ndischer Herkunft ist eine statistische Tatsache. Niemand findet das gut, alle wollen etwas �ndern. Aber die Reaktionen aus der Politik sind wie immer nur reflexartig und populistisch: H�rter bestrafen, schneller abschieben.
Moment mal, WEN will man denn da WOHIN abschieben? Im Falle der U-Bahn Schl�ger von M�nchen Ende 2007 handelt es sich um einen t�rkischst�mmigen Jugendlichen, der in Deutschland geboren ist, kein t�rkisch spricht und nur zwei Mal in seinem Leben �berhaupt zum Urlaub in der T�rkei war.
Deutschland hat ein Problem mit dem Verst�ndnis, wer "Ausl�nder" ist und wer nicht. Es ist absurd Menschen abzuschieben, die hier in Deutschland geboren und aufgewachsen sind, nur weil der deutsche Staat keine klare Regelung zur Staatsb�rgerschaft geschaffen hat. Ebenso absurd ist es, die alleinige Schuld den Individuen ausl�ndischer Herkunft oder gar ihrer kulturellen Zugeh�rigkeit zu geben, und nicht AUCH die dumme oder g�nzlich fehlende Integrationspolitik mit zur Erkl�rung heranzuziehen. Deutschland muss akzeptieren, dass Menschen auch dann als Deutsche anzusehen sind, wenn sie nicht in der deutschen Kultur aufgewachsen sind, sondern in schon seit 50 Jahren bestehenden Mischformen deutscher und zum Beispiel italienischer oder t�rkischer Kultur.
Abschiebungen und h�here Strafen sind Augenwischerei und Aktionismus, besonders vor dem Hintergrund von seit Jahren herabgesetzter Etats f�r Polizei, Jugendarbeit und soziale Dienste. Nur wenn diese abschreckenden und pr�ventiven Ma�nahmen gleichzeitig mit einem neuen Verst�ndnis einer kulturell gemischten deutschen Gesellschaft einhergehen,
kann Deutschland die ausl�ndischst�mmige Bev�lkerung als Chance und Zukunft wahrnehmen.
Labels: Zeitgeschehen
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17. Oktober 2007
Link zum Artikel Sushi von der Tankstelle Posten
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Sushi an der Tankstelle kaufen ist eine bl�de Idee. Dabei sah es gut aus - eine gro�e Box f�r 7,50 Euro, mit Maki und Nigiri, frisch hergestellt von einer Firma in Neuss. Wasabi und Soja-Sauce war auch mit dabei, und mein Hunger war gro�.
Zu Hause musste ich der Wahrheit ins Auge sehen. Das Sushi war extrem trocken, die Algenumwicklung f�r die Maki war d�nn und kr�melig, der Reis war hart und br�ckelte. Der Fisch schmeckte fad, und auch die Soja-Sauce war nicht original.
Ich esse sehr gern und oft Sushi, und so entt�uscht wurde ich bisher erst ein Mal in London, als ich Sushi bei Pret-a-Manger gekauft habe. Fazit: Sushi muss frisch vor den eigenen Augen zubereitet sein. Sushi ist zwar Fast-Food, aber industriell hergestellt werden kann es nicht. Ich bin jetzt schlauer, und Du auch!
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5. Oktober 2007
Link zum Artikel Britney Spears wegen Nacktheit unter Verdacht Posten
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Manche Meldungen muss man zweimal lesen. Britney Spears droht laut Yahoo! vom 5. Oktober 2007 eine Untersuchung wegen Kindesmisshandlung. Ihr Ex-Bodyguard erz�hlte Details �ber Britneys Drogenmissbrauch und Nacktheit vor ihren S�hnen. Moment mal ... ja richtig, Nacktheit vor den eigenen Kindern scheint in den USA schon einen Strafbestand darzustellen. Nicht, dass ich Britney Spears verteidigen m�chte, aber ehrlich: Die spinnen, die Amis!
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21. Juli 2006
Link zum Artikel Todessehnsucht in der Mittagshitze Posten
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Ich halte das nicht mehr f�r Zufall. Erst wenn die Temperaturen �ber die Unertr�glicheitsgrenze gestiegen sind, kommen sie auf die Stra�e: Rentner und Jogger! Die einen hinterlassen Turnschuhspuren im weichen Asphalt, die anderen stehen auf ihren Stock gest�tzt schwer keuchend an einer Ecke und schauen Dir hilfesuchend aus hei� gl�nzenden Augen hinterher. Mit jeder Ozonwarnung werden es mehr, jeder Kreislaufkollaps hei�t: jetzt erst recht!
Zwei Krankenwagen lesen die Opfer von der Stra�e, eine dehydrierte alte Dame, die beteuert, sie h�tte heute schon eine halbe Flasche Minerwalwasser mit Sprudel getrunken, und ein bebrillter Triathlon-Aspirant, der eine gro�e Schweisspf�tze auf dem Gehweg hinterl�sst, nachdem die kopfsch�ttelnden Krankentr�ger seine schlaffen Glieder auf die Trage gesammelt haben. Die Martinsh�rner der sich rasch entfernden Wagen sind nur das Startsignal f�r vier neue Todessehns�chtige, denn es jetzt ist es 12 Uhr Mittag: High Noon im Sommer 2006!
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7. Mai 2006
Link zum Artikel Die Elterngeld-Katastrophe Posten
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Was hat sich Frau von der Leyen dabei gedacht, den Mindestbetrag von 300 Euro Elterngeld nur f�r ein Jahr bezahlen zu wollen, w�hrend bisher alle Eltern Anspruch auf zwei Jahre dieser Leistung hatten?
Vielleicht ist es ihre Fortsetzung der konservativen Zielsetzung, wonach die sozial Benachteiligten weiter verlieren und die Wohlhabenden weiter besser gestellt werden? Verlierer ist wohl auf lange Sicht die ohnehin katastrophale demographische Entwicklung in Deutschland.
Sozial schwachen Alleinerziehenden oder Familien bleibt also nach einem Jahr nur das Kindergeld von 150 Euro. Leider gibt es f�r einj�hrige Kinder in weiten Teilen Deutschlands keine Betreuungsangebote, die der Mutter erm�glichen, �berhaupt wieder arbeiten zu k�nnen. Alternativen wie Tagesm�tter kosten Geld, und zwar weit mehr als das monatliche Kindergeld.
Und wie viele Kinder soll jede Familie nach Frau von der Leyen eigentlich bekommen? Nach dem ersten Kind sind es in der Regel die M�tter, die nur in Teilzeit zur�ck in ihren Beruf gehen. Kommt dann das zweite Kind, wird das Elterngeld nach den derzeitigen Pl�nen nur zwei Drittel des Teilzeitgehalts betragen � sozialer Abstieg mit Kindern vorprogrammiert.
Die Auswirkungen des Elterngeld-Experiments k�nnen fatal sein: Konsumverw�hnten Gutverdienern wird der Entwurf nicht weit genug gehen, sp�testens beim zweiten Kind wird das Modell Familie � la von der Leyen zum kalkulierbaren Risiko.
Sozial schwache oder gesellschaftlich benachteiligte Familien f�hrt die Reduzierung der ohnehin viel zu geringen Sockelunterst�tzung zur Verarmung durch Kinder � R�ckgang der Geburtenrate in dieser momentan noch geburtenstarken Schicht.
Frau von der Leyen w�rde vermutlich verst�ndnislos l�cheln angesichts dieser Gedanken, denn mit ihrer Sicht der Welt ist das nicht vereinbar. Leider existiert diese Welt nicht. Eine kinderreiche Familie und mehrere Karrieren zu vereinen funktioniert nur, wenn man schon immer Geld im �berfluss hatte wie sie. Ihre st�ndig nach vorne ger�ckte Pauschalbegr�ndung der eigenen Erfahrung mit vielen Kindern disqualifiziert sie in meinen Augen geradezu f�r ihr derzeitiges Amt als Familienministerin, wenn man sich vor Augen h�lt, aus welch verzerrter Perspektive sie die Welt angesichts ihrer Biographie sehen muss.
Labels: Zeitgeschehen
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